«Computer können bald mehr, als wir ihnen beibringen», so John Cohn, IBM Fellow. Nach Schätzungen werden in 20 bis 30 Jahren rund die Hälfte der Arbeitsstellen verschwinden. Bereits heute beeinflussen Algorithmen unseren Alltag und Maschinen unterstützen uns bei unseren täglichen Verrichtungen. 

Auch das Strafrecht wird diese rasante Entwicklung zu spüren bekommen. Wir fragen daher nach bei Forschern, Praktikern und Unternehmern. Wann wie und wo wird die Strafjustiz digitalisiert werden? Ist alles ein Hype oder stehen wir am Vorabend grosser Umwälzungen?

Jedem Referat folgt eine kurze Nachbesprechung, moderiert von Prof. Dr. Nora Markwalder.

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PROGRAMM

«Digitale Transformation in der Strafjustiz»

Jens Piesbergen u. Alberto Fabbri informieren über das Projekt zur Harmonisierung der Informatik in der Strafjustiz (HIS). Die Strafverfolgungsbehörden, Gerichte und Justizvollzugsbehörden in der Schweiz sollen ab 2025 vollständig mit der elektronischen Akte arbeiten und interagieren.

 

«Roboterautos – eine Herausforderung für das Strafrecht?»

Nadine Zurkinden macht sich Gedanken zur Strafbarkeit von E-Personen (selbstfahrende Fahrzeuge) und generell zu den strafrechtlichen Fragen, die sich neu ergeben, wenn der Fahrzeugführer als Adressat des strafrechtlichen Vorwurfs mit zunehmender Automatisierung wegfällt. 

«KI & Ethik»

Anna Wippel von IBM sensibilisiert für das Thema

"Werte im Zeitalter digitaler Transformation".

Datensicherheit und Datenschutz persönlicher und unternehmenseigener Daten sowie Transparenz in maschinengesteuerten Prozessen sind Voraussetzung, damit Menschen Anwendungen vertrauen, die auf «augmented intelligence» basieren. Das Referat zeigt anhand praktischer Beispiele Herausforderungen auf und

plädiert für die Notwendigkeit der Einführung eines gesellschaftlichen Wertekanons.

«Die Digitalisierung des Strafrechts – Zum Verhältnis von technischem und rechtlichem Wandel»

Bijan Fateh-Moghadam setzt sich mit dem Verhältnis von Digitalisierung & Strafrecht sowie Ethik & Künstliche Intelligenz auseinander und veranschaulicht die Debatte mit einigen Anwendungsbeispielen aus dem Bereich des Medizinstrafrechts.

 

«Dark Net – behind the scenes»

Hans-Peter Oeri nimmt uns mit auf eine Reise ins Dark Net, zeigt die Schwierigkeiten strafrechtlicher Verfolgung und Möglichkeiten forensischer Angriffe „gegen“ das Dark Net auf. 

 

«Kryptowährungen im Strafrecht»

Martin Kern zeigt die Relevanz von Kryptowährungen für das Strafrecht auf. Anhand von Beispielen aus der Praxis erörtert er, welche Straftaten betroffen sind, welche Unklarheiten und Herausforderungen bestehen und was im Zusammenhang mit Geldwäscherei und ihrer Bekämpfung von Bedeutung ist.

 

«Predictive Policing“ bei der Stadtpolizei Zürich: Erfahrungen und Herausforderungen im Umgang mit Precobs, einem raumbezogenen Prognoseverfahren für den Wohnungseinbruch.»

Dominik Balogh macht sich nicht nur Gedanken zu Predective Policing (Vorhersagende Polizeiarbeit), sondern setzt sie als Polizeistrategie bereits aktiv ein.

 

«Cybercrime: Strafverfolgung, Möglichkeiten und Grenzen»

Digitale Beweismittel halten Einzug im Strafprozess. Stephan Walder stellt anhand von konkreten Fällen deren Erhebung und Verwertung vor.

 

«Neue Datenquellen und Methoden zur Kriminalitätsvorhersage»

Raquel Rosés führt aus, wie durch die Digitalisierung grosser Teile unseres Lebens mehr und mehr Daten über menschliches Verhalten öffentlich verfügbar sind. Welchen Beitrag können diese Datenquellen leisten, um Kriminalität zu modellieren?  

 

«KI im Gerichtsverfahren»

Ludwig Bull, CTO bei CourtQuant, erklärt in seinem Vortrag sowohl die praktischen als auch die theoretischen Hintergründe des Einsatzes der künstlichen Intelligenz in der Prozessfinanzierung. Er macht sich in der Folge Gedanken darüber, wie diese Erkenntnisse den Strafprozess der Zukunft beeinflussen könnten und stellt dabei insbesondere auch COMPAS (Correctional Offender Management Profiling for Alternative Sanctions) vor. COMPAS unterstützt in einzelnen US-Bundesstaaten bereits heute die Richter bei der der Beurteilung der Legalprognose.

 

«Mit Judge Dredd zurück in die Zukunft?»

Tom Frischknecht macht sich Gedanken zur Rolle des Strafrichters in Zeiten fortschreitender Digitalisierung und erläutert, was das Strafrecht vom Skifahren lernen kann.

 

REFERENTEN

  • Jens Piesbergen, Dr. sc. nat., Programm-Manager «Harmonisierung der Informatik in der Strafjustiz (HIS)»

  • Alberto Fabbri, lic.iur., Erster Staatsanwalt Kanton Basel-Stadt, Programmleitung «Harmonisierung der Informatik in der Strafjustiz (HIS)»

  • Nadine Zurkinden, Dr. iur., Oberassistentin an der       Rechtwissenschaftliche Fakultät der Universität Zürich, habilitiert aktuell zum Thema Roboterstrafrecht
     

  • Anna Wippel, Business Development Manager bei IBM Schweiz
     

  • Bijan Fateh-Moghadam, Prof. Dr. iur, Professor für Grundlagen des Rechts und Life Sciences-Recht Universität Basel
     

  • Hans-Peter Oeri, Dr. iur., lic.oec., RA, Schwizer Rechtsanwälte, White Hat Hacker
     

  • Martin Kern, M.A. HSG, RA, Lutz Partner Rechtsanwälte
     

  • Dominik Balogh, Chef Analyse und Entwicklung bei der
    Stadtpolizei Zürich
     

  • Stephan Walder, lic. iur., Stv. Leitender Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich, Kompetenzzentrum 
    Cybercrime
     

  • Raquel Rosés, MLaw, Mobiliar Lab for Analytics an der ETH Zürich, dissertiert aktuell zum Thema „Kriminalitätsvorhersage mittels neuer Datenquellen und Simulationen“

  • Ludwig Bull, LLB (Cambridge), Chief Technology Officer bei CourtQuant Systems UK und Researcher an der University of Cambridge.

  • Tom Frischknecht, Dr. iur., Kreisrichter am Kreisgericht St.
    Gallen, nebenamtlicher Richter an der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts und Lehrbeauftragter für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität St. Gallen

 

ANMELDUNG

Anmeldung für die Weiterbildungsveranstaltung

«Digitalisierung des Straf- und Strafprozessrechts»

# Datum

- 10. Mai 2019

# Zeit:

- 08:30 – 17:00 Uhr

# Ort:

- IBM Client Center, Vulkanstrasse 106, 8048 Zürich

# Kosten:

- CHF 390.00 (inkl. Kaffeepausen, Mittagessen 

und Apéro)

# Tagungsleitung:

- Gregor Münch, lic. iur., Rechtsanwalt

Die Tagungsunterlagen werden als pdf zur Verfügung gestellt. Bitte nehmen Sie Ihr Tablet zur Veranstaltung mit.

(Fachanwalt/-anwältin SAV Strafrecht 6 Weiterbildungs-Credits bei persönlicher Teilnahme am gesamten Programm.)

# HIER ANMELDEN

 

# ANFAHRT

IBM Client Center, Vulkanstrasse 106, 8048 Zürich

Direkt neben Bahnhof Zürich-Altstetten gelegen. Erreichbar ab Zürich HB mit der S5 und S14 in fünf Minuten. Parkplätze entlang der Vulkanstrasse begrenzt vorhanden.

 

# KONTAKT

Münch Singh Rechtsanwälte

Dufourstrasse 32

Postfach 308

8024 Zürich

044 252 00 06

digital@d32.ch

 

# TUTORIAL ELEKTRONISCHER RECHTSVERKEHR

Unterschreibst Du noch oder signierst Du schon? Der elektronische Rechtsverkehr im Strafprozess